Universit?re Forschungsschwerpunkte

Um im Wettbewerb der Wissenschaften international auch künftig Spitzenpositionen einzunehmen, legt die Universität im Sinne einer strategischen Entwicklungsplanung Universitäre Forschungsschwerpunkte (UFSP) fest. Ziel ist die Stärkung und Vernetzung von ausgewählten Wissenschaftsbereichen, basierend auf bestehender exzellenter Forschungskompetenz innerhalb der Universität Zürich, und die Förderung von qualifizierten Nachwuchskräften. Mit den UFSP regt die Universität Zürich eine nachhaltige Entwicklung in gesellschaftlich relevanten Bereichen an.

Die aktuellen UFSP der UZH sind:

Dynamik gesunden Alterns

Prof. Dr. Lutz Ja?ncke, Prof. Dr. Mike Martin

Die Erforschung der Potenziale einer alternden Gesellschaft wird in den kommenden Jahren eine zentrale Bedeutung erhalten. Der UFSP «Dynamik Gesunden Alterns» untersucht die Stabilisierung von psychologischer Gesundheit und Lebensqualität auf niedrigem, mittlerem und hohem Funktionsniveau vom mittleren bis ins höchste Alter. Hierbei werden Lebensspannenpsychologische neurophysiologische, neuroanatomische und medizinische Grundlagen für den Erhalt von Gesundheit und Lebensqualität berücksichtigt. Ziel des UFSP ist die anwendungsnahe, partizipative und translationale Untersuchung interindividueller Unterschiede (d.h. zwischen Personen) in den dynamischen intraindividuellen Prozessen (d.h. innerhalb von Personen über die Zeit), die zum Erhalt und zur Förderung vitaler Langlebigkeit beitragen. 

Evolution in Aktion: Vom Genom zum O?kosystem

Prof. Dr. Beat Keller, Prof. Dr. Ueli Grossniklaus

Die neuen Methoden der Genomanalyse bieten ein innovatives Potenzial fu?r das Versta?ndnis biologischer Vera?nderungsprozesse. Der UFSP ?Evolution in Aktion: Vom Genom zum O?kosystem? integriert die vielfa?ltige Evolutionsforschung in Biologie und Medizin an der Universita?t Zu?rich in einer fu?r die Schweiz einmaligen Weise. Es werden sowohl grundlegende Fragen der Entstehung neuer Diversita?t als auch ange- wandte Aspekte der Evolutionsbiologie erforscht, zum Beispiel die Diversifikation von Krankheitserregern und die Evolution von Genen, die bei der Entstehung von Krankheiten von Bedeutung sind.

Finanzmarktregulierung

Prof. Dr. Rolf Sethe, Prof. Dr. Hans Caspar von der Crone, Prof. Dr. Rolf H. Weber

Die durch die Finanzkrise ausgelo?ste politische Debatte um die verscha?rfte Regulierung von Finanzma?rkten ist von hoher wirtschaftlicher Relevanz fu?r die Schweiz und insbesondere fu?r den Standort Zu?rich. Der UFSP ?Regulierung von Finanzma?rkten? beleuchtet die bestehenden Konzepte vor dem historischen Hintergrund wie auch im Hinblick auf aktuelle internationale Regelwerke und analysiert nationale und internationale Regulierungsvorhaben und -bedu?rfnisse.

Kontakt: Inke Nyborg

Globaler Wandel und Biodiversita?t

Prof. Dr. Michael Schaepman, Prof. Dr. Owen Petchey, Prof. Dr. Bernhard Schmid

Eine Herausforderung unserer Zeit ist es, den Zusammenhang zwischen Verlust von Biodiversita?t und globalen Vera?nderungen zu verstehen. Die Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft sind bisher nur ungenu?gend bekannt. Der UFSP ?Globaler Wandel und Biodiversita?t? untersucht Ru?ckkopplungsmechanismen zwischen Biodiversita?tsverlust und globalem Wandel auf verschiedenen Massstabsebenen und bringt diese miteinander in Zusammenhang. Erstmals werden dabei grossra?umige Beobachtungen mit Feldexperimenten und Modellen verknu?pft.

Soziale Netzwerke

Prof. Dr. Rene? Algesheimer

Soziale Netzwerke beeinflussen massgeblich, wie Menschen und Unternehmen in einer Gesellschaft interagieren. Der UFSP ?Soziale Netzwerke? betrachtet diese Vorga?nge aus einer u?berindividuellen Perspektive und widmet sich hauptsa?chlich dem Zusammenhang zwischen sozialen Strukturen und o?konomischem Handeln. Neue wissenschaftliche Ansa?tze ermo?glichen die Analyse komplexer vernetzter Systeme und lassen im Zusammenspiel von Konsumenten, Unternehmen und Gesellschaft Muster erkennen.

Sprache und Raum

Prof. Dr. Elisabeth Stark, Prof. Dr. Heiko Hausendorf

Unser Sprechen ist in geographische und soziale Ra?ume eingebunden. Dazu geho?ren die Sprachra?ume, die die ra?umliche Zuweisung von Sprechern aufgrund ihrer Sprechweisen (?Mundarten?) und damit Identita?t und Abgrenzung ermo?glichen, und die Interaktionsra?ume, die wir allta?glich im Gespra?ch (?interaktiv?) in einem komplexen Zusammenspiel von Wahrnehmung, Bewegung und Handlung in Anspruch nehmen. Der UFSP ?Sprache und Raum? spu?rt diesen grundlegenden Sprache-Raum-Schnittstellen mit neuen Technologien der Datenerhebung und -verarbeitung nach und verbindet Erkenntnisse der Dialektologie mit der Sprachtypologie und der interaktionslinguistischen Forschung.

Kontakt: Dr. Agnes Kolmer

Translationale Krebsforschung

Prof. Dr. Reinhard Dummer, Prof. Dr. Konrad Basler

Krebs wird durch genetische und epigenetische Vera?nderungen verursacht, die entweder zufa?llig oder umweltbedingt begu?nstigt auftreten. Die Vera?nderungen erzeugen Tumorzellen, die durch unkontrolliertes Wachstum, verla?ngertes U?berleben und Metastasenbildung gekennzeichnet sind. Neben den Eigenschaften der Tumorzellen hat auch die individuelle Immunantwort einen starken Einfluss auf das U?berleben der Krebszellen. Aufgrund der Komplexita?t und Variabilita?t von menschlichen Tumoren erfordert eine erfolgreiche Krebstherapie einen multimodalen Ansatz. Fu?r die Entwicklung neuer und die Verbesserung bestehender Therapien mu?ssen die Interaktionen des Tumors mit seiner Mikroumgebung und dem Immunsystem interdisziplina?r erforscht werden. Der UFSP ?Translationale Krebsforschung? bildet dazu eine Bru?cke zwischen den Grundlagenwissenschaften und der klinischen Forschung.

Von Sonnenlicht zu chemischer Energie

Prof. Dr. Roger Alberto

Die langfristige Energieversorgung im 21. Jahrhundert ist davon abha?ngig, dass nicht erneuerbare Energieformen wie fossile Brennstoffe nachhaltig ersetzt werden. Ziel des UFSP ?Von Sonnenlicht zu chemischer Energie? ist es, mit neuartigen Materialien und Prozessen Energie aus dem Sonnenlicht direkt als Wasserstoff zu speichern, ohne den Umweg u?ber photovoltaische Elektrolyse gehen zu mu?ssen. Dazu werden die einzelnen Schritte der Photosynthese, die Wasseroxidation zu Sauerstoff und die Wasserreduktion zu Wasserstoff, mit chemischen Katalysatoren kopiert, optimiert und zu einem funktionalen System zusammengefu?gt.

Ehemalige UFSP

  • Ethik
  • Grundlagen menschlichen Sozialverhaltens:
    Altruismus und Egoismus
  • Finance and Financial Markets
  • Integrative Humanphysiologie
  • Systemsbiologie / Funktionelle Genomik
  • Asien und Europa
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